Altarraumgestaltung St. Bartholomä – 2009

Altarraumgestaltung für die Kirche
St. Bartholomä an der Lieboch / Weststeiermark 2009

ST.BARTHOLOMÄ
47°,04` 08,71“ NB
15° 15`25,02“ ÖL

2463 km

EREWAN
40° 10`55,39“ NB
44° 30`54,73“ ÖL

aus dem Boden ragend – richtungsweisend
Die Botschaft Christi kommt zu uns und wird gleichzeitig in alle Richtungen getragen. Der Kreis symbolisiert diese Botschaft, die in alle Welt hinausgeht, und orientiert sich in Richtung der Wirkungsstätte des Hl. Bartholomäus im vorderen Orient.
Der Altar besteht aus Steinguss: Dolomitsandstein der Region
(Steinbruch bei vulgo Pichlbauer Stiwoll ),und Zement die zu einem Block verbunden werden. Der Steinguss ist niveaugleich mit dem Metallsteg poliert.
Die Basis des Altars bildet eine runde Scheibe aus Edelstahl, niveaugleich mit dem Steinboden verlegt. Aus dieser ragt vertikal eine Edelstahlplatte empor, die in das Gestein schneidet. Sie soll Assoziationen zu dem in der Kunstgeschichte am häufigsten dargestellten Attribut des Heiligen Bartholomäus wecken, dem Messer.
Gleichzeitig wird die vertikale Platte mit Hilfe einer geografischen Vermessung in Richtung Mittlerer Osten/ Armenien ausgerichtet, da der Heilige auch Armenien missioniert und dort den Märtyrertod erlitten haben soll.
Der Ambo, vom dem aus die Botschaft Christi verbreitet wird, wiederholt das Konzept des Altars. Er besteht aus demselben Material wie der Altar. Er wächst als eine Steinplatte aus dem Boden. In der Auflagefläche befindet sich eine runde Metallscheibe.
Taufbereich
Durch die Neugestaltung des Taufbereichs sollte ein großzügiger Raum geschaffen werden, der einerseits durch die Kombination der Wirkung der in Schlierbach hergestellten Glasfenster und des blauen Lichts, das für das Taufwasser steht, auf das Sakrament der Taufe hinweist und anderseits an den ursprünglichen Kirchenbau anknüpft. Deshalb wurde die Kirchenmauer freigelegt und das alte Taufbecken integriert. Das Glas, auf dem der Dreifaltigkeitsaltar ruht, soll dem Ensemble zusätzlich Leichtigkeit verleihen.

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